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Team09

Die Weichen für die neue Saison sind gestellt. Ich werde im Yamaha-R6-Dunlop-Cup unter meiner alten Startnummer 37 mitmischen. Der Uetzer Yamaha-Händler Voiges, der auch schon mit Kenan Sofuoglu gearbeitet hat, überzeugte uns, dass das bei meinen nunmehr 1,76 m bei 57 kg der bessere Weg für meine Zukunft ist. Für das erste Wintertraining in Calafat vom 2.-4. Januar hat er mir eine 2006er Yamaha-R6 besorgt, die wir zurückgeben können, sobald das Cup-Bike da ist. Als 2. Mechaniker neben meinem Paps konnten wir Wolfgang “den Fisch” Dorsch verpflichten, der vor ein paar Jahren mal das Kunststück fertig gebracht hat, mit einer Harley gegen eine Hayabusa, Deutscher Dragracing Meister zu werden. Mit ihm habe ich schon zu Minibike-Zeiten Starts geübt und ich bin froh, dass er jetzt fester Bestandteil des Teams ist. Der ADAC Mittelrhein bleibt für 2009 als Sponsor an Bord. Außerdem ist noch die Firma Europrinz bei uns neu eingestiegen. Wir stehen schon mehrere Jahre mit Ihnen in Kontakt, weil wir seit 2003 deren Alu-Faltzelt verwenden. Ein sehr gutes System mit Ersatzteilgarantie. Sie entwickeln ihre Produkte auch ständig weiter und sind wirklich bemüht einen guten Service zu bieten.

So denke ich, dass wir ein erfolgversprechendes Paket geschnürt geschnürt haben. Ich freue mich jedenfalls wahnsinnig auf den Viertakter. Das hat mir schon 2007 riesigen Spaß gemacht, als ich mit dem Steve Jenkner auf einer 600er Honda einen Tag am Sachsenring testen konnte.

Calafat - 2.-4. Januar 2009 - Immer wenn man ein paar Wochen nicht gefahren ist, freut man sich unheimlich auf die nächsten Kilometer mit dem Bike. Vor allem, wenn es ein Neues ist. Das ist dann auch so ziemlich der einzige Trost, wenn man Sylvester mal wieder auf der Autobahn verbringt. Ich hab´ den Jahreswechsel 100 Kilometer vor Barcelona glatt verschlafen während Paps den Transporter in einem Stück durchgefahren ist.

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Anbremsen der Scheißhauskurve. Hier hat es mich vor zwei Jahren so böse aufgestellt, dass wir mit einer ziemlich kaputten 125er die vorzeitige Heimreise antreten konnten. Diesmal lief alles glatt.

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PS hatte die drei Tage gut organisiert. Sie haben den Caterer vom Doc Scholl, der auch ein Training ein paar Tage vorher dort gemacht hat, übernommen und so war für prima Essen im Fahrerlager gesorgt. Leider hat uns diesmal das Wetter ein bißchen im Stich gelassen und wir hatten mehrfach kühles Regenwetter. Alles zusammen habe ich den drei Tagen aber doch noch 540 Kilometer zusammen bekommen.

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Als am letzten Tag für 3 Stunden die Sonne rauskam haben mich Pascal Eckert und Christian Kellner, die mit ihren SKM-Bikes da waren,  ein paar Runden mitgezogen. Das hat sich am Ende noch einmal sehr positiv auf meine beste Rundenzeit ausgewirkt. Dankeschön dafür!!!

Am 5.3. sind wir nach Rijeka aufgebrochen. Neue Strecke, neues Bike. Die R6 ist erst ein paar Tage vorher von Tom und Papa bei Yamaha-Voiges aufgebaut worden. So gab es außer der Tatsache, dass ich nur einen gebrauchten Reifensatz für die zwei Tage dabei hatte, keine Probleme. Am Schluß bin ich wirklich mehr gerutscht als gefahren. Von Kroatien sind wir direkt in die Lausitz zum Einführungslehrgang für den Yamaha-R6-Dunlop-Cup gereist. Dort hat sich bestätigt, was uns alle schon vorher darüber erzählt hatten. Perfekt organisiert, alle cool drauf und ausnahmslos supernette Leute in der Organisation. Sogar der Präsi von Yamaha Deutschland - Minoru Morimoto - läuft dauernd mit einem breiten Lächeln durchs Fahrerlager und schwingt sich gelegentlich auf´s Bike.

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24.-26.4. - 1. Rennen Lausitzring -  Obwohl die Strecke aus ungeklärten Gründen nicht gerade zu meinen Lieblingspisten gehört, lief es im Training erfreulich und ich stand auf Startplatz 8 in der zweiten Reihe. Ich kam gut weg, wurde aber in der 1. Kurve innen eingeklemmt und verlor ein paar Positionen. Auf dem kurzen Stück zur zweiten Kurve konnte ich dafür gleich wieder 3 schnappen und war Neunter am Ende der Gegengeraden. Beim Anbremsen hat der Endo vor mir dann einen Gang zu viel runtergeschaltet und mit seinem quer kommenden Motorrad den bedauerlichen Marc Neumann vom Bike gewedelt. Nun war ich eine zeitlang ziemlich unbedrängt Siebter, bis ich mir einen Schaltfehler genehmigte und der Frank Häfner vorbei zog. Ich kam ihm zwar langsam wieder näher aber eben nicht vorbei. In der vorletzten Runde kassierte mich noch der Tony Covena. Einen Angriff hatte ich mir für die letzte Kurve zwar aufgehoben aber als ich dann beim Beschleunigen noch einen größeren Rutscher hatte, waren die Plazierungen vergeben.Neunter - damit waren wir am Ende alle zufrieden. - Ziel erreicht und Punkte geholt!

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2.5.2009 Eisenach -  Mein neuer Schrauber, Wolfgang “der Fisch” Dorsch meinte, es könnte nicht schaden, mal ein richtiges Starttraining zu machen und hat seine alten Beziehungen in der Dragracing Szene spielen lassen. So sind wir nach Eisenach zum Flughafen Kindel gezogen und haben uns bei den German Race Wars für ein paar Heats an die Ampel gestellt. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Klaus Hub, der uns das ohne große Formalitäten ermöglicht hat. Nach ein paar Versuchen kam ich ganz gut klar und es standen 11,3 für die Viertelmeile auf dem Timeslip.

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17.5.2009 - Oscherleben  Der Unfall von Daniel Lo Bue ist uns allen unter die Haut gegangen. Mir besonders. Ich kannte Daniel schon seit meinem ersten Jahr bei den Pocketbikes 2002. Da war er der große Star und hat immer die Senior-Class Rennen gewonnen und wir haben ihn alle bewundert. 2004 hat er mich für den DMSB- Nachwuchskader gesichtet und für gut befunden. Er wird in unserer Erinnerung als toller Fahrer und Sportler weiterleben.

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Kurz nach dem Start hinter Marcel Bach war die Welt noch in Ordnung

29.-31.5.2009 Viel Erfreuliches gibt es vom dritten Rennen auf dem Nürburgring nicht zu berichten, außer, dass der Rückstand zur Spitze weiter geschmolzen ist. Im Training konnte ich das Bike auf P8 stellen. Damit war ich eigentlich ganz zufrieden, da ich keine einzige freie Runde hatte und die Addition meiner besten Sektorzeiten für den 5. Startplatz ausgereicht hätte. Damit kommt die Spitze so langsam in Reichweite. Der Start zum Rennen gelang  super und ich war in der Mercedes Arena auf P3, habe aber dann einen falschen Gang erwischt und der Marcel Bach hat mich wieder kassiert. Leider wurde dann schon Ende der ersten Runde, beim Anbremsen der NGK-Schikane mein Hinterrad so unruhig, dass ich kurz durch den Kies musste. Beim Zurückfahren auf die Strecke habe ich, um niemanden abzuschießen mein Vorderrad überbremst und lag mitten auf der Bahn. Während ich mich in Sicherheit bringen konnte, erging es meinem Bike wesentlich schlechter. Einer der Nachfolgenden ist mitten in die Front gefahren aber gottseidank im Sattel geblieben. Schade, wäre mit Sicherheit ein Top Ergebnis geworden.

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19.-21.6  Am Sachsenring waren zwei Läufe angesetzt und nach der Pleite vom Nürburgring wollte ich auf meiner Lieblingsstrecke unbedingt ein gutes Ergebniss einfahren. Im Training waren wir überrascht, dass wir pro Turn einen Vorderreifen brauchten. Fahrwerksumstellungen halfen nicht und es macht keinen Sinn, wegen einer Strecke den Fahrstil umzustellen. Normalerweise würde man einfach eine härtere Mischung wählen, aber das geht ja im Cup nicht. Vom 14. Startplatz kam ich gut weg und duellierte mich das ganze Rennen mit Markus Reiterberger, dem Götzi und dem Frank Häfner. Am Ende konnte ich mich in der Gruppe durchsetzen und wurde 10. Der zweite Lauf war ein Regenrennen und ich war gespannt, wie sich die Yamaha auf nassem Asphalt wohl bewegen lassen würde. Der Start war super und ich war so auf Platz sieben oder acht als es das erste Mal durchs Omega ging. In der Zielkurve zwängten sich der Kase und die Lucy durch und ich fuhr eine Runde an ihrem Hinterrad mit. Dann hatte ich plötzlich den linken Lenkergriff in der Hand und wäre um ein Haar runtergeflogen. Einhändig konnte ich den Sturz gerade noch abfangen. Ich drückte den Gummi wieder auf den Lenker, aber ein vernünftiges Fahren war nicht mehr möglich. In den Linkskurven (und der Sachsenring hat ja fast nur Linkskurven) war ich ständig in Sturzgefahr und wurde Platz um Platz zurückgereicht. Ein undankbarer 26. Platz war das Ende der Bemühungen. Wenn ich hier auf dieser Homepage mal nachschaue, muss ich lange suchen, bis ich den letzten Fehler meiner Schrauber finde. Also Schwamm drüber.

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3.-5.7 Salzburgring - Dass man auf dieser Piste “gordo cochones” braucht, hatte ich ja schon vorher gehört. Bei der Anfahrt bergauf zur Fahrerlagerkurve wird bei 270km/h die Piste so schmal wie ein Bügelbrett. Dann raus aus der Verkleidung, einen Gang runterschalten, das Gas wieder aufziehen und mit über 200 durch die Fahrerlagerkurve. Mittendrin eine Bodenwelle, die dir in voller Schräglage den Lenker aus der Hand schlagen will. Das ist eine der heikelsten Passagen im ganzen Kalender. Ich war noch nie vorher dort und es war nicht so toll, dass zwei von den vier Trainings nass waren. Ich hätte mich gern besser positioniert als auf Startplatz 13. Der Start war o.k. und ich kam als 12ter aus der ersten Runde. Ein paar Plätze machte ich dann noch gut und vorne crashten Markus und Florian. Plötzlich lag ich auf dem siebten Platz und merkte, dass ich den Sechsten auch noch kriegen konnte. Ich gab mächtig Gas und holte in der vorletzten Runde den Stefan Ströhlein ein. Ein bißchen zu früh, weil ich ihm so die Möglichkeit gab, mich bergauf wieder aus dem Windschatten zu holen. Aber der 7. geht nach dem tollen Rennen für mich genauso in Ordnung.

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19.-21.7. Schleiz - Irgendwie ist in den Trainings 2009 immer der Wurm drin. Im ersten Quali lag ich zwischendurch auf 6 und es lief super. Fahrwerk passte und ich dachte da geht noch was. Dann leider keine freie Runde mehr und 9. Platz mit den alten Reifen. Zum 2. Quali bekam ich dann einen neuen Satz und der ging überhaupt nicht. Ich rutschte nur rum und fuhr eine halbe Sekunde langsamer als im ersten Zeittraining. Startplatz 13 war dann schon wieder so weit hinten. Vom Start kam ich gut weg, war aber auch einer der Betroffenen der ersten Vorfahrtsverwirrungen. Die erste Runde beendete ich deshalb als Dreizehnter. Die Gruppe vor mir war schon weit weg. Ich konnte mich nur darauf beschränken die Leute um mich herum niederzukämpfen und wurde schließlich 10. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen 2009.

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21.-23.8. Assen - Die Strecke in Assen gefällt mir gut. Glücklicherweise konnte ich am 16.8. einige Runden drehen und mir die schwierigen, schnellen Kurven schonmal ansehen. Im zweiten freien Training hatte ich einen Sturz und wir mussten Freitag ein bißchen länger schrauben um das Bike wieder fertig zu kriegen. Samstag hat dann alles problemlos geklappt und ich war auf Startplatz 11. Gerade mal 3/10 fehlten bis zum Sechsten. Ich kam wie immer gut weg und lag nach der ersten Kurve sogar kurz auf dem 5. Platz bevor der Ben vorbeikam. Im Rennverlauf verbremste ich mich dann einmal und musste durch den schmalen Notausgang bei der schnellen Schikane, die ja alle aus dem Fernsehen kennen. Die Fahrspur ist dort tatsächlich kaum einen Meter breit und mündet fast rechtwinklig wieder auf die Strecke. Saugefährlich - ich musste ein paar Fahrer durchlassen und war danach Elfter. Nachdem der Gabriel den armen Takumi torpediert hat und ich noch einen überholte, wurde ich schließlich Achter. Der Takumi kann einem wirklich leid tun. Der ist dieses Jahr schon ein paarmal abgeschossen worden. Wir haben ihn auf der Heimreise noch an einer Autobahntankstelle getroffen und ihm einen Eisbeutel für seinen verrenkten Hals gegeben. - Gute Besserung!

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11.-13.9.2009 Hockenheim - Obwohl ich diesmal ein fehlerfreies Training hatte, war ich mit dem 7. Startplatz nicht besonders zufrieden. Ich bekam wegen dem vielen Verkehr meine besten Sektorzeiten nicht in einer Runde zusammen und so stand am Ende eine 1:34,7 statt einer möglichen 1:34,1 zu Buche. Da die nächsten drei Fahrer vor mir ebenfalls 1:34,7 gefahren sind, war also zum ersten Mal in diesem Jahr ein Startplatz in der ersten Reihe drin. - Wegen dem Unfall vom Sven wurde das Rennen nach einer Runde abgebrochen und mit verkürzter Distanz neu gestartet. Der Restart gelang mir diesmal nur durchschnittlich und ich lag nach zwei Runden auf P7 unmittelbar hinter Marcel Bach, Florian Bauer, Takumi Endo und Willy Dafflon. Es war ein heißer Fight mit den Jungs und ich brauchte 7 Runden, bis ich endlich den Pulk anführte und auf der 4. Position lag. Leider hatte sich der Willy inzwischen ein bißchen abgesetzt. Beim Anbremsen der zweiten Kurve in der vorletzten Runde ist mein Hinterrad ausgebrochen und ich konnte nur auf einem größeren Bogen einlenken. Um keine Zeit und Plätze zu verlieren, hab´ ich dann wohl etwas zu viel Gas gegeben. Die Folge war ein Highsider mit ziemlich hohem Luftstand. Weil ich nun aber mitten auf der Strecke lag wurde das Rennen erneut abgebrochen und nicht wieder gestartet. Da bei einem Abruch die vorletzte Zieldurchfahrt zählt, hatte ich Glück und konnte noch die Punkte für den sechsten Platz mitnehmen. Die Saison im Yamaha-Cup 2009 war sehr lehrreich und hat mich fahrtechnisch um einiges weitergebracht. Ich hoffe, dass wir die Sponsoren für 2010 zusammenbringen und wir noch einmal an dieser tollen Serie teilnehmen können. Alles weitere erfahrt ihr dann auf dieser Seite!

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